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Atmung und Stimme Teil 1

Atmung und Stimme Teil 1

So atmen Sie richtig

Erfahren Sie wie unsere Atmung funktioniert und wie Sie Ihre Stimme mit Hilfe der richtigen Atemtechnik verbessern.

Im ersten Teil meines Blog-Artikels mit dem Titel Atmung und Stimme, stelle ich Ihnen die Zusammenhänge zwischen einer guten Atmung und einer kraftvollen Stimme dar. Im zweiten Teil werden Sie verschiedene Atem- und Stimmtechniken kennenlernen mit denen Sie Ihre stimmliche Leistung verbessern können.
In beiden Artikeln finden Sie Übungen mit denen Sie direkt Ihre Atemtechnik verbessern können.

Atmung und Stimme

Atem bedeutet Lebenskraft!

Nicht nur Sänger und Schauspieler sollten sie beherrschen. -Die richtige Atemtechnik.
Neben einer aufrechten, eutonen Körperhaltung und der richtigen Technik der Stimmgebung ist unsere Art zu atmen Voraussetzung für eine gesunde und belastbare Stimme!

Erst war die Atmung, dann die Stimme

Atmung erfüllt primär eine lebenserhaltende Funktion. Erst im Laufe der menschlichen Entwicklung wurde die Atmung auch zur Stimmerzeugung (Phonation) genutzt.
Um zu atmen benötigen wir unseren Mund, unsere Nase, sowie unseren Kehlkopf. Darüber hinaus sind die Lungen für den lebensnotwendigen Sauerstoffaustausch zuständig.
Wie die menschliche Atmung im Detail funktioniert ist in diesem Video sehr anschaulich dargestellt.
In Ruhe beträgt die Atemfrequenz etwa 14-20 Atemzüge in der Minute. Hingegen sinkt die Atemfrequenz während des Zustands der Meditation oder der Tiefenentspannung auf 5-6 Atemzüge pro Minute.
Dabei beträgt das Gesamtfassungsvermögen der Lungen bei einem Erwachsenen ca. 5 Liter.

Welcher Atemtyp sind Sie?

Je nach Lokalisation der Atembewegung werden fünf verschiedene Atemtypen unterschieden.

Die Bauch-/Zwerchfellatmung, die Brust-/Rippenatmung, die Zwerchfellflankenatmung, die Schulter-/Schlüsselbeinatmung und die paradoxe Atmung.
Die paradoxe Atmung steht der physiologischen Atemweise entgegen, weil bei ihr sich der Bauch bei der Einatmung nach innen wölbt.
Neben den verschiedenen oben genannten Arten können Sie außerdem entweder durch die Nase oder den Mund atmen.

Stimme und Atmung

Unsere Lungen bei der Einatmung (Inspiration) und Ausatmung (Expiration)

Die gesündeste Art zu atmen findet dabei durch die Nase statt, da unsere Nase die Atemluft bei der Einatmung reinigt, befeuchtet und erwärmt.
(Tipp: Falls Sie des Öfteren über Halsschmerzen, einen trockenen Hals oder Kehlkopfentzündungen leiden, sollten Sie Ihre Atemweise überprüfen.)

Übung zur Nasenatmung

„Stellen Sie sich hüftbreit, die Füße in etwa parallel zueinander, hin.
Achten Sie darauf, dass Ihre Schultern und Knie gelöst sind.
Legen Sie eine Hand in Höhe des Bauchnabels auf Ihren Bauch und schließen Sie die Augen.
Stellen Sie sich vor den Duft Ihrer Lieblingsblume oder Ihres Lieblingsessens durch die Nase tief in sich einzuatmen.
Lassen Sie Ihren Körper sich ganz von diesem wunderbaren Duft erfüllen.“

Tipp: Während der Einatmung sollte sich der Bauch, sowie die unteren Rippen leicht nach vorne wölben und die Schultern sich nicht anheben.
Diese Art zu atmen wird als Tiefenatmung bezeichnet und ermöglicht die größtmögliche Absenkung des Zwerchfells bei welcher die gesamte Lunge an der Atmung beteiligt ist.

Übung zur Bauchatmung

„Legen Sie sich bequem in Rückenlage auf den Boden. Sie können sich gerne eine Yogamatte oder eine Decke unterlegen. Nehmen Sie ein etwas dickeres Buch zur Hand und legen Sie sich dieses in Höhe des Bauchnabels auf den Bauch. Wenn Sie nun richtig und tief in den Bauch atmen, sollten Sie spüren, wie sich Ihr Bauch mit samt des Buches bei der Ein- und Ausatmung hebt und wieder senkt.
Das Buch soll Ihnen dazu dienen, sich der Bauchatmung bewusst zu werden.“

Alternativ können Sie im Alltag auch Ihre Hände zur Hilfe nehmen und diese Übung somit im Sitzen oder im Stehen durchführen, bis sich die Bauchatmung  vollständig in Ihrem Verhalten gefestigt hat.

 

Mehr erfahren Sie demnächst im Artikel Atmung und Stimme Teil 2

Wenn Sie schon jetzt mehr Informationen rund um das Thema Stimme und Atmung erhalten möchten, kontaktieren Sie mich!

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2 Kommentare
  1. Sehr geehrter Herr Erhard, nachdem ich nun mittlerweile ca. 120 Std. bei Logopäden verbracht habe, ist es mir bisher nicht gelungen meine ursprüngliche Stimme wiederzuerlangen.
    Ich muss allerdings sagen, dass mir im Zuge einer Operation das rechte Stimmband entfernt wurde auf Grund eines darauf befindlichen Karzinoms. Dieser Eingriff wurde im Mai 2012 durchgeführt. Daraufhin erfolgten 30 Bestrahlungssitzungen. Vor 1 Woche wurde bei mir die 9 Kontrolluntersuchung durchgeführt mit dem Ergebnis: Alles ok! Die Kontrollintervalle wurden jetzt auf 6 Monate ausgedehnt. Nun meine Frage an sie:“ Besteht durch bestimmte Atem- und Stimmtechnik eine Möglichkeit, die Stimme einigermaßen von der Heiserkeit zu befreien.
    Ich wende mich an sie, da ich mich oft auf ihrer Webseite befinde die wie ich meine, sehr gut ist, um mit Hilfe der dort angegebenen Übungen meine Stimme zu verbessern.
    Ich würde über eine Antwort von ihnen sehr freuen.
    Mit freundlichen Grüßen,
    Heinz-Werner Hollenbach

    • Sehr geehrter Herr Hollenbach,

      gerne gebe ich Ihnen eine kurze Rückmeldung bezüglich Ihrer Fragestellung.
      Es ist schön zu hören, dass auch die letzte Nachuntersuchung ohne Befund war.
      Grundsätzlich unterscheiden wir in der Stimmtherapie funktionelle (durch Fehlgebrauch bedingte) und organische Stimmstörungen.

      Im Fall einer einseitigen Stimmbandlähmung oder Resektion, besteht das therapeutische Ziel darin, wieder einen kompletten Stimmlippenschluss herzustellen. Dieser ist für die Phonation maßgeblich.
      In diesem Fall rate ich Ihnen zu Resonanzübungen.
      Durch regelmäßige Übungen wie Tönen auf Vokalketten z. B. „a-o-a-o-a-o-a…“ und Entspannungsübungen kann dieser Stimmbandschluss bewerkstelligt werden.
      Besonders Übungen mit Intention wie Lachen oder Rufen (Indianer- oder Tarzanruf) sind gebräuchliche Therapiemethoden.
      Was die Atemtechnik anbelangt, so sollten Sie wie bei den anderen Übungen auch auf eine „bauchbetonte“ Vollatmung achten.

      Ich empfehle eine tägliche Therapie, jedoch mindestens 3-mal wöchentlich und diese sollte mindestens über 3 Monate hinweg andauern.

      In Ihrem Fall haben Sie sicher einen HNO-Arzt oder Phoniater der Sie betreut.
      Fragen Sie doch dort mal nach einer Überweisung für Stimmtherapie und lassen Sie sich eine kompetente Logopädin empfehlen.

      Ich freue mich, dass Ihnen meine Homepage gefällt.

      Vielen Dank dafür und Alles Gute!

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