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Übung Zwei – Wahrnehmung der eigenen Stimmkraft

Die eigene Stimme trainieren

Übung zur Wahrnehmung der eigenen Stimmkraft

Um Belastungserscheinungen des Stimmapparates wie Halsschmerzen, Räusperzwang oder Heiserkeit  vorzubeugen, sollten Sie Ihre Stimme gezielt trainieren und stets darauf achten in Ihrer individuellen Stimmlage (Wohlfühl-, oder Mittlere Sprechstimmlage) zu sprechen.

Diese Übung zum Trainieren Ihrer Stimme hilft Ihnen dabei, die volle Kraft Ihrer Stimme zu entfalten. Eine sichere und feste Stimme, sowie eine klare, deutliche Artikulation überzeugt Ihre Zuhörer und lässt Sie selbstbewusst und kompetent wirken.

Lernen Sie in Ihrer Wohlfühlstimmlage zu sprechen.

Wenn Sie in Ihrer Wohlfühlstimmlage sprechen, wecken Sie bei Ihren Zuhörern Vertrauen und vermitteln das Gefühl von Geborgenheit.

Positiver Nebeneffekt– Die Wohlfühlstimmlage ist die Stimmlage, in welcher Sie automatisch am mühelosesten, also mit der geringsten Anstrengung sprechen.

In dieser Übung geht es darum, dass Sie sich dem zentralen Ausdrucksorgan Ihres Körpers und Ihrer Persönlichkeit, Ihrer eigenen Stimme annähern. Mit Hilfe dieser Übung machen Sie Stimme für sich spürbar, erfahrbar und erlebbar.

 

Vorgehensweise:

„Setzen oder stellen Sie sich aufrecht hin. Achten Sie dabei darauf, dass Ihr Rücken und Ihre Wirbelsäule eine senkrechte Gerade bilden. Nehmen Sie den festen Untergrund wahr, der Sie sicher trägt. Spüren Sie Ihre Füße, wie Sie fest mit dem Boden verwurzelt sind und die Ihnen einen sicheren Stand gewähren.

Nun nehmen Sie sich die Zeit das natürliche Ein- und Ausfliessen Ihres Atems zu spüren. 

Für diese Übung beginnen Sie am besten immer damit auszuatmen. Lassen Sie einfach all die Anstrengungen, all die Sorgen und Konflikte des Tages mit einem kräftigen Seufzer los. Nun atmen Sie ein und spüren Sie dabei wie sich Ihre Lungen und Ihr Bauchraum mit frischer unverbrauchter Luft füllt.

Sie können diese Atemübung gerne noch ein paar Atemzüge lang fortsetzen.

Wenn Sie nun innerlich soweit sind und Sie sich in Ihrem Körper angekommen fühlen, atmen Sie erneut tief ein und mit dem nächsten Ausatmen bilden Sie mit leichten, ungespannten Lippen den Laut /v/ „…wwwww“  -Spüren Sie wie dabei Ihre Lippen vibrieren und sich diese angenehme Vibration auch auf Ihren Kopf- und Halsbereich ausbreitet.

Stimme trainieren

Im Spektogramm wird Schall sichtbar

Nun nehmen Sie eine Ihrer Hände zu Hilfe und legen Sie die Handinnenfläche währenddessen Sie diesen stimmhaften Laut bilden, auf Ihren Hals in Kehlkopfregion. 

Wie fühlt sich die Vibration hier an?

Wenn Ihnen das gelingt und Sie die Vibrationen wahrnehmen können, beginnen Sie damit die Tonlage zu variieren. Gehen Sie mal mit der Tonlage rauf und wieder runter. -Wann spüren Sie in Ihrer Handinnenfläche und vielleicht auch im Rest ihres Körpers die Vibrationen am stärksten?“

 

Erklärung:

In der Tonlage, in der Sie für sich die stärksten Vibrationen wahrnehmen konnten, liegt Ihre wahre Stimmkraft!

Versuchen Sie nun, auch Ihre Sprechstimmlage an diese Tonlage schrittweise anzupassen und Sie werden spüren, wie Ihre Stimme von Tag zu Tag belastbarer wird und wie Sie Ihre Persönlichkeit mehr und mehr auf authentische Art und Weise zum Ausdruck bringen werden.

Bitte denken Sie daran, dass auch hierbei noch kein Meister vom Himmel gefallen ist. Durch regelmäßiges Üben und vor allem durch den Spaß am Üben und Experimentieren mit der eigenen Stimme, wird es auch Ihnen gelingen Ihre volle Stimmkraft zu entfalten.

 

7 Kommentare
  1. Ein sehr lehrreicher Blog! Vielen Dank

  2. Vielen Dank für diese tollen Tipps, ich übe endlich ohne Scham!

  3. Hallo, ich bin 41 Jahre alt und habe immernoch eine eher helle Stimme Seltsamerweise kann ich beim Singen leichter etwas tiefer gehen.Woran liegt das und kann man das noch steigern und evtl auch seine Alltagsstimme tiefer bekommen?
    Vielen lieben Dank
    Liebe Grüße
    Tanja

    • Hallo und besten Dank für Ihre Nachricht.
      Soweit es mir von hier aus möglich ist, versuche ich auf Ihre Frage zu antworten.
      Es ist ein häufig beobachtetes „Phänomen“, dass es vielen Leuten einfacher fällt beim Singen „mit der Stimme tiefer zu kommen“. Dies wird zum Einen dadurch begünstigt, dass die Stimmmuskulatur aufgewärmt und das Ansatzrohr geweitet ist. Desweiteren setzen Sänger in der Regel auch vermehrt Gestik ein um ihrer Stimme mehr Spielraum zu geben.
      Wenn Sie regelmäßig das Glissando üben, können Sie auch mit Ihrer Stimmlage „tiefer kommen“. Einen ähnlichen Effekt können Sie erfahren, wenn Sie sich auf meiner Webseite die Übungen „Zum Finden der Indifferenzlage“ ansehen.

  4. Hallo ich werde oft darauf hingewiesen, dass ich zu leise spreche. Ich selber merke das aber überhaupt nicht und habe das Gefühl, dass ich eigentlich recht laut und deutlich spreche. Woran kann diese verzerrte Selbstwahrnehmung liegen und was kann ich dagegen tun um eine lautere Stimme zu trainieren?

    • Hallo!

      Sie sprechen ein „Problem“ an, das ich von vielen meiner Klienten geschildert bekomme.
      „Zu leise sprechen“ – „Wie spreche ich lauter?“ ist hierauf oft die Schlussfolgerung.
      Tatsächlich liegt dem in den meisten Fällen eine mangelnde Selbstwahrnehmung zugrunde. Aus der Erfahrung, die Lautstärke meiner (Sprech-)Stimme wahrzunehmen und zu variieren, wächst gleichzeitig das Bewusstsein für eine adäquate Lautstärke im Gespräch oder in einer Vortragssituation.

      Demnächst verfasse ich hierzu einen Artikel, der dieses Thema erläutert und eine Übung zum „lauter sprechen“ beinhaltet.
      Schauen Sie bei Gelegenheit einfach wieder hier vorbei:
      http://starke-stimme.de/stimmuebungen/

      Beste Grüße
      Christian Erhard

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